Humanistische Erziehung

Unsere Grundauffassungen von humanistischer Erziehung

Die Menschenwürde als Summe aller Grund- und Menschenrechte
ist kein Ergebnis gedachter Genehmigung,
sondern gehört dem Menschen von Geburt an.

Rechte für Kinder

Die Würde des Kindes verlangt, dass es die Möglichkeit zur Teilhabe von Geburt an erhält, dass seine vorhandenen Potenziale wahrgenommen und im Agieren der Erwachsenen berücksichtigt werden. Im gemeinsamen Nachdenken über die Rechte der Kinder achten und respektieren wir das einzelne Kind, seine Eigenarten und individuellen Möglichkeiten.

Diese Anerkennung und Wertschätzung der Einzigartigkeit stärkt das Kind und unterstützt es dabei, selbst bestimmt und zugleich sozial verantwortlich Rechte und Pflichten wahrzunehmen.

Emanzipatorische Bildung

Bildung ist ein Menschenrecht - mit der Gestaltung unserer Kitas zu anregenden Bildungsorten tragen wir zur Verwirklichung dieses Grundrechts bei. Dabei ist die Chancengleichheit der Kinder ein wesentliches Anliegen unserer Arbeit. Die Vielfalt an sozialer und kultureller Herkunft bereichert den Kitaalltag und verlangt zugleich ein verantwortungsvolles Miteinander.
Bildung verstehen wir als selbst bestimmte kreative Auseinandersetzung mit der Welt, als Entwicklung von Handlungsfähigkeit nach eigenem Gestaltungswillen. So erleben wir Kinder als neugierige forschende Entdecker, die sich von vielen Phänomenen anregen lassen und diese zu ergründen versuchen. In einem Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen werden Bildungsweg und -ziel zu einer Einheit.

Eine kindorientierte Haltung der Erzieherin

Die Basis für ein glückliches und förderliches Zusammenleben sind liebevolle, verlässliche, anerkennende und wechselseitige Beziehungen. Sie fördern das Wohlfühlen des Kindes und eine positive Entwicklung. Diese Beziehungen, die geprägt sind von einer guten Balance zwischen Verbundenheit und Autonomie, fördern die Entscheidungsfähigkeit und Teilhabe des Kindes am und im Alltag in der Kita. ErzieherInnen zeigen spürbares Interesse an den Handlungen, Fragen und Konstruktionen der Kinder. Sie begleiten und unterstützen die Bildungsprozesse, indem die Kinder Aufmerksamkeit und Resonanz erfahren und ErzieherInnen auch als Impulsgeber erleben. Im Dialog verstärken sich reflexive Kompetenzen.

Die ErzieherInnen übernehmen die Verantwortung - im zwischenmenschlich fairen Austausch - die Deutungen, Ideen und Wünsche aller wahrzunehmen und zu akzeptieren und gestalten so einen kindorientierten Kitaalltag.


"Ich bin ein Schmetterling,
trunkend vom Leben.
Ich weiß nicht wohin ich fliege,
aber ich werde dem Leben nicht erlauben,
meine farbenprächtigen Flügel zu stutzen"
Janucz Korczak